Wallfahrtskirche Maria Bickesheim

 
 
 
Die Pfarrgemeinde St.Bernhard wurde 1990 von einer Pfarrkuratie zur Pfarrei erhoben. Sie hat als ihren Mittelpunkt die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Bickesheim.
Das geistliche Leben in der Wallfahrtskirche lebt von der Hl. Messe als Mittel- und Höhepunkt, umfasst aber ebenso Beichtangebote, Andachten, die Vesper an den Hochfesten und die Marienstunden am letzten Sonntag im Monat nachmittags.
In Trägerschaft der Kirchengemeinde befindet sich der Kindergarten St.Bernhard.
Die Gemeinde engagiert sich für die Bedürftigen vor Ort mit einem Mittagstisch, der jeden Dienstag (Neustart 26.10.2021) angeboten wird.
 
 

Wallfahrtskirche Maria Bickesheim

Geschichte

Schon zur Römerzeit kreuzten sich auf dem Bickesheimer Gebiet eine Nord-Süd- (von Basel über Baden-Baden nach Mainz) und eine Ost-West-Straße (von Pforzheim nach Weißenburg im Elsass). Nach der Christianisierung wurde an der Wegkreuzung eine Kapelle errichtet. Um das Jahr 1250/60 ließen Markgraf Rudolf I. und seine Gemahlin Kunigunde von Eberstein eine neue Kirche erbauen. Sie wurde zu einer wichtigen Wallfahrtskirche in der Badischen Markgrafenschaft, zu der auch der Selige Bernhard von Baden gepilgert sein soll. Bis heute ist Maria Bickesheim der Ort, wo Menschen beten, wenn sie an bestimmte Wegkreuzungen auf ihrem Lebensweg geraten, wenn sie wichtige Lebensentscheidungen treffen müssen, wenn der Richtungswechsel in ihrem Leben ansteht. Der Ort, wo Menschen bitten und klagen, wenn das Kreuz in ihr Leben tritt. Wir laden Sie herzlich ein, ihre Hoffnung und ihren Glauben mit den Gebeten der Wallfahrer zu verbinden, den Gott des Lebens zu feiern und Maria, die Mutter unseres Herrn zu ehren.

Wallfahrtsrektor und Ansprechpartner an der Wallfahrtskirche Maria Bickesheim in Durmersheim ist Kooperator Pfr. Volker Ochs.

 
 
Gnadenbild "Maria, Königin der Engel" in Durmersheim-Bickesheim
 
Bickesheimer Wallfahrtslied
 

In unserm schönen Badnerlande die heilige Kapelle steht,

zu der mit sorgenschwerem Herzen so mancher fromme Pilger geht.

Da ziehn auch wir, Maria mild, zu deinem heilgen Gnadenbild.

Maria mild, du Jungfrau rein, du Gnadenmutter von Bickesheim!

 

Wo schon so viele Trost genossen, viel tausend Wunden zugeheilt,

wo du schon manchen Hoffnungslosen Genesung gütig hast erteilt,

Da ziehn auch wir, Maria mild, zu dienem heilgen Gnadenbild.

Maria mild, du Jungfrau rein, du Gnadenmutter von Bickesheim!

 

O hör' uns heute voll Erbarmen, verstoße deine Kinder nicht

und zeig uns Flehenden, uns Armen dort deines Sohnes Angesicht!

Wir knien ja hier, Maria mild, vor deinem heiligen Gnadenbild.

Maria mild, du Jungfrau rein, dur Gnadenmutter von Bickesheim!

 

 
Engelbert Kleiser - der "blinde Pfarrer von Bickesheim"

An der äußeren Südseite des Chores befindet sich das Grab von Engelbert Kleiser, dem "blinden Pfarrer" von Bickesheim, der am 14. Oktober 1931 im Ruf der Heiligkeit verstarb. Er wird von vielen Gläubigen als der "deutsche Pfarrer von Ars" verehrt.

Engelbert Kleiser stammte ursprünglich aus Schollach im Hochschwarzwald, wo er am 24. Oktober 1842 geboren wurde. Am 4. August 18679 wurde Engelbert Kleiser zum Priester geweiht. Auch sein Bruder Johann Baptist Kleiser, Gründer der Kanisiusschwestern, war Priester.

Seine Vikarsstelle trat Engelbert Kleiser in Hagnau am Bodensee beim berühmten Pfarrer Heinrich Hansjakob an. Als Pfarrer war er dann bis zu seiner Resignation lange Jahre in Göschweiler bei Löffingen. Im Jahr 1898 bekam er die Benefiziatenstelle in Bickesheim bei Durmersheim und wohnte neben der Wallfahrtskirche im sogenannten Benefiziatenhaus, welches heute das Pfarrbüro von Durmersheim und die Wohnung des Wallfahrtsrektors beheimatet.

Die ältere Generation kann sich zum Teil noch an ihn erinnern. Zumindest aber gibt sie Erzählungen über "den blinden Pfarrer" weiter. Schon zu Lebzeiten wurde er wie ein Heiliger verehrt. Er war bekannt für seine tiefe Frömmigkeit, seinen selbstlosen Einsatz für andere und für die unzähligen Stunden, die er im Beichtstuhl verbrachte, um die Menschen wieder mit Gott zu versöhnen. Nach und nach erblindete Engelbert Kleiser, weshalb er bis heute "der blinde Pfarrer von Bickesheim" genannt wird.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung von Durmersheim und der umlegenden Ortschaften, sowie zahlreicher Pilgerinnen und Pilger von Maria Bickesheim wurde Engelbert Kleiser im Oktober 1931 direkt neben seiner geliebten Wallfahrtskirche beigesetzt. Auf seinem Grabstein, der von einer Statue gekrönt wird, die Christus, den ewigen Hohenpriester darstellt, steht geschrieben: "Hier ruht in Christo Engelbert Kleiser, Resig(nierter) Pfarrer von Göschweiler und Benefiziat von Bickesheim. Geb. 24.10.1842, Gest. 14.10.1931, Jesus, Maria, Josef".

Bis heute finden Menschen an seinem Grab Trost und Zuversicht und bitten ihn um sein fürbittendes Gebet beim himmlischen Vater.

Das Heimatmuseum in Durmersheim beherbergt einige sehenswerte persönliche Gegenstände von Engelbert Kleiser, unter anderem seinen Primizkelch.

  
Ab sofort können  Sie alle Informationen unserer neuen Kirchengemeinde Rastatt St. Alexander auf der Homepage sehen:
www.kath-rastatt.de 
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